Fürstinnen des 20. Jahrhunderts

Im 20. Jahrhundert traten die Fürstinnen an der Seite der männlichen Thronfolger stärker in Erscheinung. Durch ihre Auftritte in der Öffentlichkeit gaben sie der Institution der Erbmonarchie in Liechtenstein ein zusätzliches Gesicht.

Fürstin Elisabeth (Elsa)

Fürstin Elsa (Lebensdaten: 1875-1947) war die Tochter des 1878 geadelten, jüdischen Bankiers und Industriellen Wilhelm Isaak Wolf, Ritter von Gutmann und seiner zweiten Frau Ida Wodianer.

Fürstin Elsa trat 1899 zum Katholizismus über. In erster Ehe war sie mit Baron Géza Erös von Bethlenfalva (1868 –1908) verheiratet. 1929 ehelichte sie Fürst Franz I. von Liechtenstein, den sie im Jahr 1914 über den Hilfsfonds für Soldaten kennengelernt hatte.

Da dem Fürsten Johann II. eine Eheschliessung Elsas mit seinem Bruder Franz aufgrund ihrer jüdischen und nicht standesgemässen Herkunft unpassend erschien, ehelichte Fürst Franz I. Fürstin Elsa erst nach Johanns Tod unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Wien.

Fürstin Gina

Fürstin Gina (Lebensdaten: 1921-1989) war die Tochter des Grafen Ferdinand Wilczek und der Nora, geborene Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau. Sie besuchte das Gymnasium Sacre Coeur in Wien und das Pensionat der Englischen Fräulein in Rom.

Fürstin Gina studierte Sprachen an der Universität Wien und absolvierte die Prüfung als Dolmetscherin in Englisch, Französisch und Italienisch.